PRODUKTE · RFID

RFID: vom richtigen Etikett bis zur Buchung im ERP

RFID erfasst viele Objekte gleichzeitig und ohne Sichtkontakt. Damit das im Betrieb so liest wie geplant, stimmen wir Etikett, Druck und Encoding, Leser und Integration aufeinander ab, herstellerübergreifend und mit Zebra als bewährtem Hardware-Partner.
TECHNIK

Barcode oder RFID?

Welche Technologie passt, entscheiden Prozess, Datenvolumen und Umgebung. Barcode ist günstig und bewährt, RFID erfasst ohne Sichtkontakt und im Pulk.

1D-Barcode2D-CodeRFID
Datenmengegering, z. B. Artikelnummerhoch, auf kleiner Flächehoch, wiederbeschreibbar
Erfassungeinzeln, mit Sichtkontakteinzeln, robust bei Beschädigungim Pulk, berührungslos
Kosten pro Etikettam günstigstengünstighöher
Ideal fürLager, Versand, HandelUDI, Elektronik, KleinteileInventur, Tracking, Tore

Frequenzen im Überblick

BereichFrequenzTypische Lesereichweite (passiv)Typischer Einsatz
LF125 bis 134 kHzwenige ZentimeterZutritt, Tieridentifikation, Werkzeuge
HF und NFC13,56 MHzwenige Zentimeter bis etwa 1 mGesundheitswesen, Bibliotheken, Ausweise, Smartphone
UHF865 bis 868 MHz in Europamehrere MeterLogistik, Handel, Lager, Ladungsträger

Typische Werte, abhängig von Tag, Antenne, Leistung und Umgebung. In Lager, Logistik und Handel arbeitet RFID meist im UHF-Bereich.

NUTZEN

Was RFID Stufe für Stufe bringt

Der Nutzen kommt nicht auf einen Schlag. Er wächst mit jeder Stufe, und jede Stufe steht auf der vorherigen.

Stufe 1
Bestandsgenauigkeit

Schluss mit Schätzwerten: RFID liefert Inventuren in einem Bruchteil der Zeit und hebt die Bestandsgenauigkeit deutlich. Die Grundlage für Verfügbarkeit und weniger Fehlbestände.

Stufe 2
Prozessautomatisierung

Wareneingang, Umlagerung und Versand werden per Pulkerfassung automatisch gebucht. Weniger manuelle Scans, weniger Fehler, schnellere Durchlaufzeiten.

Stufe 3
End-to-End-Transparenz

Durchgängige Sichtbarkeit über alle Stationen, bis hin zur Echtzeit-Lokalisierung. Eine belastbare Datenbasis für Entscheidungen entlang der gesamten Lieferkette.

VIER SCHRITTE

Die RFID-Kette in vier Schritten

Damit RFID in der Praxis zuverlässig funktioniert, muss jeder Schritt stimmen.

Das richtige Etikett und Inlay

Material, Klebstoff, Bauform und der RFID-Chip entscheiden über Lesereichweite und Zuverlässigkeit. Glatte Kartonage stellt andere Anforderungen als metallische oder feuchte Oberflächen. Für Metall kommen spezielle On-Metal-Etiketten zum Einsatz.

Druck und Encoding in einem Schritt

RFID-Drucker bedrucken das Etikett sichtbar und beschreiben den Chip im selben Arbeitsgang. So entsteht ein Etikett, das für Menschen lesbar und maschinell erfassbar ist, vom Desktopdrucker über den Industriedrucker bis zum mobilen Druck am Verbauort.

Auslesen, stationär und mobil

Mobile Handheld-Reader eignen sich für Inventur und punktuelle Erfassung. Fest installierte Reader, Antennen und Gates erfassen Pulkmengen automatisch an Toren, Förderstrecken oder am Point of Sale. Array-Reader bestimmen zusätzlich die Position eines Etiketts in Echtzeit.

Daten, Integration und Nutzen

Der eigentliche Wert entsteht, wenn die Lesepunkte mit dem ERP-System verbunden sind. Voraussetzung dafür ist eine saubere Stammdatenbasis. Buchungen laufen automatisch, Bestände stimmen, und aus Bewegungsdaten werden Entscheidungen.

HARDWARE

Welche Bauform passt zu welcher Stelle?

Es gibt keinen besten RFID-Reader. Es gibt nur den, der zur Stelle passt.

Handgerät und Wearable

Für Suche, Nachkontrolle und Inventur. Beispiele: Zebra TC22-R und WS501-R.

Tisch-Reader

Für die Packstation und die Ausgabe am Schalter.

Gate

Für den Durchfahrt-Fall: Die Palette passiert das Tor, alle Tags werden gleichzeitig gelesen.

Stationärer Reader

An der Linie oder Förderstrecke, für die automatische Erfassung im Takt.

RFID-Drucker

Bedrucken und codieren in einem Schritt, vom Desktop bis zur Industrie: Zebra ZD611R und ZD621R, ZT411 und ZT421 RFID, ZT610 und ZT620 RFID, ZT231 RFID, mobil ZQ630 RFID Plus.

Drei Fragen vor der Auswahl

  • Bewegt sich das Objekt oder der Leser?
  • Wie viele Tags werden gleichzeitig gelesen?
  • Was passiert, wenn ein Tag nicht gelesen wird: Fällt es auf oder fällt es durch?

Die dritte Frage wird am häufigsten übersehen. Ein Gate ohne Fehlerbehandlung erzeugt Vertrauen, das nicht gedeckt ist. Deshalb messen wir zuerst an der echten Ware: welche Tags, welche Position, welche Antennenausrichtung.

Hardware und Etiketten finden Sie auch im OPAL Barcode-Shop. Für die Auswahl beraten wir Sie gern.

PRODUKTE

RFID-Produkte im Überblick

ANWENDUNGEN

Wo RFID seine Stärke zeigt

Ein Lesevorgang, viele Teile: RFID lohnt sich dort, wo vieles gleichzeitig erfasst werden muss. Alle Anwendungen im Detail →

Behältermanagement und Ladungsträger

Mehrwegbehälter werden am Gate automatisch erfasst. So ist jederzeit klar, wo welcher Behälter steht, wie viele vorhanden sind und in welchem Zustand. Mehr zu Ladungsträgern →

Bulkerfassung

Eine Palette, ein Lesevorgang, statt jeden Karton einzeln zu scannen. Wareneingang und Versand werden automatisch gebucht.

Smarte Warenausgabe

Die Palette passiert das RFID-Gate, alle Tags werden gleichzeitig gelesen, und der Lesevorgang wird zur Buchung. Die Rechnung entscheidet sich an der Zahl der Berührungspunkte, die entfallen.

Inventur

Inventuren in einem Bruchteil der Zeit, mit Handheld-Readern am Regal statt Zählen und Abtippen.

Konsignationslager im Gesundheitswesen

Intelligente Schränke beim Kunden oder ein Lesetunnel beim Hersteller: Entnommene Artikel werden sofort erkannt, ersetzt und verrechnet. Mehr zum Konsignationslager →

Digitaler Produktpass

Eine eindeutige Kennung am Produkt verbindet es mit seinen Daten, vom Werk bis zum Recycling.

Modehandel

Artikelgenaue Bestände für Click & Collect und Ship-from-Store. Wie C&A das umsetzt →

FAQ

Häufige Fragen

Barcode oder RFID, was ist besser?

Das hängt vom Einsatz ab. Barcode ist günstig und bewährt, RFID erfasst ohne Sichtkontakt und im Pulk. Wir beraten ehrlich, was sich für Sie rechnet.

Welche Frequenz brauchen wir?

In Lager, Logistik und Handel meist UHF, weil es mehrere Meter weit und viele Tags gleichzeitig liest. HF mit 13,56 MHz arbeitet auf kürzere Distanz und wird etwa im Gesundheitswesen eingesetzt. Wir testen vorab an Ihrer Ware.

Funktioniert RFID auf Metall?

Ja, mit speziellen On-Metal-Etiketten. Metallische und feuchte Oberflächen stellen andere Anforderungen als Kartonage, deshalb wählen wir das Etikett nach Material und Einsatz.

Braucht jede Warenausgabe RFID?

Nein. Die Rechnung entscheidet sich nicht am Reader, sondern an der Zahl der Berührungspunkte, die entfallen. Wo sie gering ist, bleibt der Barcode die wirtschaftlichere Lösung.

Können wir RFID-Etiketten selbst drucken?

Ja. RFID-Drucker bedrucken und codieren das Etikett in einem Schritt. Mit OPAL Labelmanagement™ kommen die Vorlagen dafür aus einer zentralen Quelle, auf Wunsch direkt aus dem ERP.

LIVE ERLEBEN

Logistics & Automation Zürich, 27. und 28. Januar 2027

Was wir zeigen, erfahren Sie in den nächsten Wochen. Gesprächstermine sind vorab buchbar.

RFID dort einsetzen, wo es zählt

Wir analysieren Ihren Use Case und zeigen den Weg von der ersten Stufe bis zur durchgängigen Transparenz.