Kartendrucker für Ausweise, Besucher- und Zutrittskarten
Unsere Kartendrucker-Serien
Jede Serie hat eine eigene Seite mit technischen Daten, Varianten, Vergleich und häufigen Fragen. Preise und Verfügbarkeit finden Sie im Shop.
Welcher Kartendrucker passt zu welchem Einsatz?
| Einsatz | Worauf es ankommt | Passende Serien |
|---|---|---|
| Einseitige Mitarbeiterausweise in kleinen Mengen | Einfache Bedienung, Farbdruck mit Foto, Karten mit 30 mil | Zebra ZC100, Entrust SD260 |
| Beidseitig bedruckte Ausweise | Automatisches Wenden der Karte, Farbbänder für den Duplexdruck | Zebra ZC300 / ZC350, Entrust SD360 |
| Zutritts- und Zeiterfassungskarten mit Magnetstreifen | Kodierer nach ISO 7811, HiCo oder LoCo passend zum Lesesystem | Zebra ZC-Serie, Entrust SD-Serie |
| Chipkarten (MIFARE, Kontakt) und UHF-Karten | Kodierer für die Kartentechnik Ihres Zutrittssystems, nachrüstbar | Zebra ZC350 |
| Druck aus dem Netzwerk an mehreren Arbeitsplätzen | Ethernet oder WLAN, Treiber für Windows, Linux oder macOS | Zebra ZC-Serie |
| Bestehende SD-Installation weiterbetreiben | Gleiche Farbbänder und Karten, Treiberunterstützung prüfen | Entrust SD260 / SD360 |
| Fälschungssichere Ausweise, Druck über den Kartenrand | Retransferdruck, Laminierung, Sicherheitsmerkmale | Beratung anfragen |
Die Serien im Vergleich
| Serie | Druckseiten | Farbdruck einseitig | Kodierung | Schnittstellen | Betriebssysteme laut Datenblatt |
|---|---|---|---|---|---|
| Zebra ZC100 / ZC300 / ZC350 | ZC100 einseitig, ZC300 und ZC350 ein- oder beidseitig | 150 bis 225 Karten/h je Modell | Magnetstreifen; ZC350 auch Kontakt, MIFARE und UHF | USB 2.0, Ethernet, WLAN optional | Windows, Ubuntu, macOS |
| Entrust SD260 / SD360 | SD260 einseitig, SD360 ein- und beidseitig | bis 200 Karten/h | Magnetstreifen; Kontakt und kontaktlos (iCLASS) als Option | USB 2.0, Ethernet | Windows bis Windows 7 |
Geschwindigkeiten laut Hersteller für den einseitigen Farbdruck (YMCKO bei Zebra, YMCKT bei Entrust). Die SD-Serie führt Entrust auf seiner aktuellen Produktseite nicht mehr.
Quelle: Datenblätter und Produktseiten des Herstellers, Stand Oktober 2026. Angaben ohne Gewähr; einzelne Varianten können abweichen. Preise und Lieferzeiten finden Sie im Shop.
Was Sie vor dem Kauf wissen sollten
Direktdruck oder Retransfer?
Beim Direktdruck überträgt der Druckkopf die Farbe per Sublimation direkt auf die Kartenoberfläche. Das Verfahren ist schnell, im Verbrauch günstig und für glatte PVC-Karten gut geeignet. Beim Retransferdruck druckt das Gerät das Bild zuerst auf eine Transferfolie und überträgt diese dann mit Wärme auf die Karte. So entsteht ein Druckbild bis über den Kartenrand, Unebenheiten über Chip oder Antenne werden überdeckt, und die Oberfläche ist widerstandsfähiger. Retransfer ist langsamer und im Verbrauch teurer. Unsere Serien von Zebra und Entrust arbeiten im Direktdruck, zu Retransfergeräten beraten wir Sie.
Ein- oder beidseitig drucken?
Viele Ausweise brauchen nur eine bedruckte Vorderseite mit Foto, Name und Logo. Die Rückseite nutzen Sie für Hinweise, eine Notfallnummer, einen Barcode oder ein Unterschriftsfeld. Beidseitige Drucker wenden die Karte mit einem Wendemodul und drucken beide Seiten in einem Durchgang, dazu passen Farbbänder mit zweitem Schwarzpanel wie YMCKOK oder YMCKT-K. Manuelles Wenden ist bei kleinen Mengen möglich, kostet aber Zeit und führt leichter zu Fehldrucken. Beim Zebra ZC300 lässt sich das Wendemodul laut Hersteller nachrüsten.
Magnetstreifen, Kontaktchip oder kontaktlos?
Welche Kodierung Sie brauchen, bestimmt Ihr Zutritts-, Zeiterfassungs- oder Bezahlsystem. Magnetstreifen nach ISO 7811 gibt es als HiCo mit hoher Koerzitivität, die gegen Magnetfelder unempfindlicher ist und sich für häufig genutzte Karten eignet, und als LoCo, die leichter zu beschreiben, aber empfindlicher ist. Kontaktchips nach ISO 7816 dienen etwa der Anmeldung am PC oder der Signatur. Kontaktlose Karten nach ISO 14443, zum Beispiel MIFARE oder iCLASS, sind im Zutritt verbreitet, UHF-Karten nach EPC Gen 2 erlauben größere Lesedistanzen. Mehr zu Funktechnik finden Sie unter RFID.
Kartenformat CR80 und Kartenstärke in mil
Ausweise haben fast immer das Format CR80 nach ISO/IEC 7810 ID-1 mit 85,6 × 53,98 mm, so groß wie eine Bankkarte. Die Stärke wird in mil angegeben, ein mil ist ein Tausendstel Zoll oder 0,0254 mm. Üblich sind 30 mil (0,76 mm) für Ausweise, dünne 10-mil-Karten eignen sich etwa als Klebekarten. Im Shop führen wir Zebra PVC-Karten in Weiß mit 10 mil und 30 mil, mit 30 mil auch mit HiCo- oder LoCo-Magnetstreifen, sowie PVC-Klebekarten mit 10 mil, jeweils in Packungen zu 500 Karten. Prüfen Sie vor dem Kauf, welche Kartenstärken Ihr Drucker verarbeitet.
Farbbänder: was bedeutet YMCKO?
Die Buchstaben stehen für die Panels auf dem Farbband: Y, M und C (Gelb, Magenta, Cyan) erzeugen per Sublimation das Farbbild, K ist schwarzes Harz für scharfen Text und Barcodes, O ist eine transparente Schutzschicht (Overlay, bei Entrust T für Topcoat). YMCKOK hat ein zweites Schwarzpanel für die Rückseite. Bänder mit halben Farbpanels (½ YMCKO) drucken Farbe nur auf einen Teil der Karte und reichen für mehr Karten. Monochrom-Bänder drucken nur eine Farbe und schaffen deutlich mehr Karten je Rolle. Die Angabe „Bilder“ meint bedruckte Kartenseiten. Zebra-Drucker der ZC-Serie arbeiten laut Hersteller nur mit Originalbändern.
Sicherheit und Datenschutz beim Ausweisdruck
Ausweise öffnen Türen, deshalb müssen Drucker, Kartenrohlinge und Daten geschützt sein. Aktuelle Geräte verschlüsseln die Druckdaten, authentifizieren Drucker und Rechner gegenseitig und haben ein Schloss für das Kartenmagazin. Fotos und Namen sind personenbezogene Daten: Beschränken Sie den Zugriff auf Ausweissoftware und Druckaufträge auf berechtigte Personen. Gebrauchte Farbbänder mit Farbpanels enthalten ein Negativ jeder gedruckten Karte, entsorgen Sie sie wie vertrauliche Unterlagen. Wie Sie Drucker im Netzwerk absichern, lesen Sie unter Cybersecurity.
Was OPAL dazu leistet
Häufige Fragen
Welche Software brauche ich für den Ausweisdruck?
Neben dem Druckertreiber brauchen Sie eine Ausweissoftware, in der Sie das Kartenlayout gestalten und die Daten aus einer Datenbank oder Liste übernehmen. Im Shop führen wir dafür CardFive Vision. Die Anbindung an Ihr Personal- oder Zutrittssystem richten wir mit Ihnen ein, mehr dazu unter Integration.
Wie viele Karten druckt ein Farbband?
Das hängt vom Bandtyp ab. Laut Hersteller reichen Farbbänder YMCKO bei Zebra für 200 oder 300 Bilder und YMCKT bei Entrust für 250 oder 500 Bilder. Monochrom-Bänder schaffen 1.500 bis 2.000 Bilder. Ein Bild entspricht einer bedruckten Kartenseite.
Brauche ich einen beidseitigen Kartendrucker?
Nur wenn die Rückseite regelmäßig individuell bedruckt werden soll, etwa mit Barcode, Notfallnummer oder Hinweisen. Für reine Vorderseitenausweise genügt ein einseitiger Drucker. Wenn Sie unsicher sind: Beim Zebra ZC300 lässt sich das Wendemodul laut Hersteller nachrüsten.
Kann ich Karten mit Chip bedrucken?
Viele Rohlinge mit Chip lassen sich im Direktdruck bedrucken. Über einem Kontaktchip bleibt die Fläche frei, und Unebenheiten durch eingebettete Antennen können das Druckbild stören. Bei hohen Ansprüchen an das Druckbild ist Retransferdruck die bessere Wahl. Welche Karten zu Ihrem Drucker passen, prüfen wir mit Ihnen.
Kann ich den Drucker später aufrüsten?
Bei vielen Modellen ja. Laut Hersteller lässt sich bei Entrust SD260 und SD360 der Magnetstreifen-Kodierer nachrüsten, beim Zebra ZC300 das Wendemodul und beim ZC350 die Chip- und UHF-Kodierung. Einige Nachrüstsätze darf laut Zebra nur ein geschulter Partner einbauen, das übernehmen wir für Sie.

