Um die weltweiten GHS-Anforderungen zur Gefahrstoff-Kennzeichnung zu erfüllen, hat die Blaser Swisslube AG gemeinsam mit OPAL ein System für den generischen Etikettendruck implementiert – inklusive Rückverfolgbarkeit auf Gebinde-Ebene.
DER KUNDE
Blaser Swisslube: Spezialist im Nischenmarkt
Die Blaser Swisslube AG ist ein unabhängiges Schweizer Unternehmen der Schmiermittelbranche. Das 1936 gegründete, in dritter Generation inhabergeführte Familienunternehmen beschäftigt rund 600 Mitarbeiter – etwa die Hälfte am Hauptsitz in Hasle-Rüegsau – und ist mit Tochtergesellschaften und Vertretungen in rund 60 Ländern nahe beim Kunden.
Für Kunden weltweit produziert Blaser Swisslube rund 1.000 verschiedene Sorten und Varianten von Schmierstoffen sowie 850 Handelsprodukte, vertrieben in 150 Gebindearten. Neben Öl, Emulgatoren, Korrosionsschutz und schmieraktiven Zusätzen besteht ein Kühlschmierstoff aus 10 bis 20 weiteren Komponenten – ein Teil davon kann bei Unfällen zur Gefahr für Mensch und Umwelt werden.

DAS KERNPROBLEM
CLP-Verordnung: Stichtag ohne Spielraum
Die Kennzeichnung von Chemikalien wird in der EU seit dem 1. Juni 2015 durch die CLP-Verordnung streng geregelt. Sie beruht auf dem Globally Harmonised System (GHS) der Vereinten Nationen, lässt aber viele landesspezifische Ausnahmen und Sonderregeln zu. Jedes Etikett muss definierte Piktogramme, Signalwörter, Gefahren-, Sicherheits- und ergänzende Hinweise enthalten – in der jeweiligen Landessprache.
„Als Hersteller und Händler mussten wir pünktlich zum Stichtag sämtliche Produkte gemäss CLP kennzeichnen, sonst hätten wir kein einziges Gebinde mehr ausliefern dürfen.“
Thomas Studer, IT Business Applications, Blaser Swisslube AG
Das frühere Etikettierungssystem funktionierte weitgehend manuell und beruhte auf rund 3.500 statischen Vorlagen. Durch GHS wäre die Zahl der notwendigen Vorlagen auf rund 20.000 angewachsen – mit extremen Folgen für Aufwand und Kosten. Bereits 2014 suchte Blaser Swisslube deshalb nach einer intelligenten IT-Lösung für den generischen Etikettendruck, die ganz ohne statische Vorlagen auskommt.
DIE LÖSUNG
Generischer Etikettendruck mit OPAL Labelmanagement™
Nach einer Vorauswahl entschied man sich für das Labelmanagement von OPAL Associates – eine Etikettierlösung für SAP®, die alle notwendigen Produkt- und Gebindedaten während des Druckprozesses „on the fly“ generiert.
- →Dynamisch statt statisch: Piktogramme, Signalwörter und Hinweise werden beim Druck abhängig von den chemischen Stoffen und dem Empfängerland eingebunden – auf Basis von SAP®-Bewegungsdaten, Produktstammdaten und Gefahrstoffdaten aus einer zentralen Datenquelle.
- →Weltweiter Zugriff: Auch der zweite Produktionsstandort in Goshen (NY, USA) ist per VPN an die SAP-Druckerlösung ETS angebunden.
- →Corporate Design inklusive: Die bevorzugte Layout-Software BarTender von Seagull Scientific wurde vollständig integriert – Blaser Swisslube entwirft Etikettenlayouts selbstständig.
- →Hochwertige Hardware: Zweifarben-Thermotransfer-Drucker von CAB und widerstandsfähiges Trägermaterial aus mehrschichtigem Polyethylen sichern die Druckqualität.
„OPAL hatte uns durch ein fundiertes SAP® Know-how und eine hohe Kompetenz hinsichtlich Entwicklung und Umsetzung der Gesamtlösung überzeugt.“
Thomas Studer, IT Business Applications, Blaser Swisslube AG

DER ZUSATZNUTZEN
Rückverfolgbarkeit auf Gebinde-Ebene
Parallel zu den zweifarbigen Produktetiketten führte das Projekt einfarbige Logistik-Etiketten ein, die auf einem zweiten CAB-Drucker ausgegeben werden. Anhand des Barcodes lässt sich jedes Fass per Scan eindeutig identifizieren – das schafft Rückverfolgbarkeit auf Gebinde-Ebene und hilft bei späteren Umetikettierungen.
Die sind keine Seltenheit: Blaser Swisslube produziert teils „anonym“, weil Empfänger einzelner Gebinde bei der Herstellung noch nicht feststehen. In rund 20 Prozent der Fälle müssen Produktetiketten nachträglich geändert werden – etwa beim Verkauf in ein fremdsprachiges Exportland. Zum Schutz der eigenen Mitarbeiter werden auch zwischengelagerte Fässer ausnahmslos gekennzeichnet.
DAS FAZIT
Pragmatisch, durchdacht, schnell am Ziel
Nach knapp einem Jahr Erfahrung mit dem OPAL Labelmanagement™ ist man bei Blaser Swisslube mit der Lösung zufrieden – und mit der Zusammenarbeit.
„Wir haben OPAL während der Projektlaufzeit und darüber hinaus als lösungsorientierten Partner kennen und schätzen gelernt, der mit pragmatischen und durchdachten Lösungen in kurzer Zeit zum Ziel kommt.“
Thomas Studer, IT Business Applications, Blaser Swisslube AG
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