PRODUKTE · WLAN

WLAN-Infrastruktur für Lager, Produktion und Außenbereich

Scanner, Mobile Computer und Etikettendrucker brauchen ein WLAN, das in jedem Gang und an jeder Rampe trägt. Auf dieser Seite geht es um die Hardware: Access Points mit Wi-Fi 6, 6E und 7, Controller und Cloud-Verwaltung. Access Points und Controller von RUCKUS, Extreme Networks und weiteren Herstellern.
ENTSCHEIDUNGSHILFE

Welche WLAN-Hardware passt zu welchem Einsatz?

EinsatzWorauf es ankommtPassende Serien
Hochregallager mit vielen ScannernDichte Ausleuchtung zwischen den Regalen, schnelles Roaming (802.11k, v, r), genug Clients je Access PointRUCKUS R650 / R670, Extreme AP4000
Rampen, Höfe und AußenlagerSchutzart, Temperaturbereich, Montage an Wand oder MastRUCKUS T350d / T670
Neubau oder Modernisierung mit Wi-Fi 76-GHz-Band, Multigigabit-Uplink, PoE nach 802.3btRUCKUS R670 / T670, Extreme AP5020
Vorhandene PoE+-Switches nach 802.3atVoller Funktionsumfang an 802.3atRUCKUS R650, Extreme AP3000 / AP4000
Mehrere Standorte, Verwaltung aus der CloudZentrale Oberfläche für Access Points und Switches, AbonnementExtreme Networks mit ExtremeCloud IQ, RUCKUS One
Controller im eigenen RechenzentrumBetrieb als Appliance oder virtuell, Kapazität je ControllerRUCKUS SmartZone 144 / Virtual SmartZone, ExtremeCloud IQ Controller
Betrieb ohne eigenes WLAN-TeamÜberwachung, Updates und Störungsbehebung als DienstleistungManaged Services
VERGLEICH

Die Serien im Vergleich

SerieFunkstandardsBauformenSchnellster UplinkVerwaltungPoE für vollen Funktionsumfang
RUCKUSWi-Fi 6 (R550, R650, T350d), Wi-Fi 7 (R670, T670)Indoor und Outdoor (T670 nach IP67)5 GbE (R670, T670)SmartZone 144, Virtual SmartZone, RUCKUS One, Unleashed802.3at (R650) bis 802.3bt (R670, T670)
Extreme NetworksWi-Fi 6E (AP3000, AP4000, AP5010), Wi-Fi 7 (AP4020, AP5020)Indoor10 GbE (AP5020)ExtremeCloud IQ (Navigator, Pilot, CoPilot), ExtremeCloud IQ Controller802.3at (AP3000, AP4000) bis 802.3bt (AP5020)

Angaben laut Herstellerunterlagen der genannten Modelle. Für AP5010 und AP4020 lagen uns keine vollständigen Datenblätter vor.

Quelle: Datenblätter und Produktseiten des Herstellers, Stand Oktober 2026. Angaben ohne Gewähr; einzelne Varianten können abweichen. Preise und Lieferzeiten finden Sie im Shop.

WISSEN

Was Sie vor dem Kauf wissen sollten

Wi-Fi 6, 6E und 7: welche Bänder?

Wi-Fi 6 (802.11ax) funkt im 2,4- und 5-GHz-Band, Wi-Fi 6E erweitert es um das 6-GHz-Band, Wi-Fi 7 (802.11be) nutzt alle drei Bänder und laut Herstellerdatenblatt Kanäle bis 320 MHz im 6-GHz-Band. 2,4 GHz reicht weit, bietet aber nur wenige überlappungsfreie Kanäle und teilt sich das Band mit Bluetooth und anderen Funkquellen. 5 GHz bietet mehr Kanäle bei geringerer Reichweite. Das 6-GHz-Band ist weniger belegt, steht aber nur Endgeräten mit Wi-Fi 6E oder 7 zur Verfügung, und Kanäle sind länderabhängig. Entscheidend ist, welche Bänder Ihre Mobile Computer und Scanner beherrschen.

Ausleuchtung im Hochregallager

Regale aus Metall und die eingelagerte Ware dämpfen und reflektieren Funk, und das Funkbild ändert sich mit dem Füllstand. Access Points gehören deshalb meist in die Gänge und nicht über die Regale, Richtantennen können lange Gänge gezielt versorgen. Eine Messung vor Ort bei realistischer Belegung zeigt, wo Lücken entstehen und wie viele Access Points nötig sind. Wie wir dabei vorgehen, beschreiben wir unter Industrie-Netzwerke.

Roaming für Scanner und Mobile Computer: 802.11k, v und r

Ein Scanner wechselt beim Gang durchs Lager ständig den Access Point. Mit 802.11k erhält das Endgerät eine Liste benachbarter Access Points, mit 802.11v kann das Netz es zu einem besser geeigneten Access Point lenken, und 802.11r verkürzt die erneute Anmeldung beim Wechsel, was vor allem bei Anmeldung über 802.1X zählt. Den Wechsel selbst entscheidet das Endgerät, deshalb müssen Access Points und Geräteeinstellungen zusammenpassen. Die RUCKUS-Modelle R650, R670 und T670 unterstützen laut Datenblatt alle drei Standards.

Controller, virtueller Controller oder Cloud?

Ein Hardware-Controller wie der RUCKUS SmartZone 144 steht in Ihrem Rechenzentrum und verwaltet laut Hersteller bis 2.000 Access Points. Ein virtueller Controller wie die Virtual SmartZone läuft auf Ihrer eigenen Virtualisierung. Bei der Cloud-Verwaltung, etwa ExtremeCloud IQ oder RUCKUS One, entfällt eigene Controller-Hardware, dafür fällt ein Abonnement an und die Verwaltung braucht eine Internetanbindung. Kleine Standorte kommen je nach Modell auch ohne Controller aus, zum Beispiel mit RUCKUS Unleashed. Den Ausschlag geben Zahl der Standorte, IT-Personal und Ihre Vorgaben zu Datenhaltung und Cybersecurity.

Outdoor und Rampen

An Rampen, auf Höfen und in Außenlagern brauchen Access Points ein Gehäuse mit passender Schutzart und einen weiten Temperaturbereich. Der RUCKUS T670 ist laut Datenblatt nach IP67 geschützt, arbeitet von -40 °C bis 65 °C und wird an Wand oder Mast montiert. Metallene Rolltore schirmen Funk ab, deshalb sollte die Rampe von innen und außen versorgt sein, damit Stapler-Terminals und Scanner beim Durchfahren nicht abreißen. Kabel im Außenbereich sollten gegen Überspannung geschützt werden.

PoE: Strom über das Netzwerkkabel

Access Points beziehen ihren Strom meist per Power over Ethernet vom Switch. 802.3af reicht nur für wenige Modelle mit Einschränkungen, 802.3at (PoE+) liefert am Gerät bis 25,5 W, 802.3bt deutlich mehr. Laut Datenblatt braucht der RUCKUS R650 für den vollen Funktionsumfang 802.3at, R670, T670 und Extreme AP5020 brauchen 802.3bt, an schwächerem PoE schalten sie Funktionen ab oder senken die Sendeleistung. Prüfen Sie vor dem Umstieg das PoE-Budget Ihrer Switches und ob Ports und Verkabelung die Multigigabit-Uplinks von 2,5, 5 oder 10 GbE tragen.

FAQ

Häufige Fragen

Wie viele Access Points brauche ich?

Das hängt von Fläche, Regalaufbau, Ware und Zahl der Endgeräte ab. Eine verlässliche Zahl liefert nur die Ausleuchtungsplanung mit Messung vor Ort. Wie wir dabei vorgehen, lesen Sie unter Industrie-Netzwerke.

Brauche ich Wi-Fi 7, wenn meine Scanner nur Wi-Fi 5 oder 6 können?

Nicht zwingend. Die RUCKUS-Access-Points unterstützen laut Datenblatt auch ältere Standards wie 802.11ac und 802.11n. Wi-Fi 7 lohnt sich vor allem bei neuen Installationen mit langer Nutzungsdauer und wenn neue Endgeräte das 6-GHz-Band nutzen sollen. Für den Bestand reichen oft Wi-Fi-6- oder Wi-Fi-6E-Modelle.

Funktioniert das WLAN auch im Tiefkühllager?

Die Indoor-Access-Points R650, R670, AP3000, AP4000 und AP5020 arbeiten laut Datenblatt von 0 °C bis 50 °C. Für Kältebereiche kommen Modelle mit erweitertem Temperaturbereich wie der RUCKUS T670 (-40 °C bis 65 °C) in Frage, oder der Access Point sitzt außerhalb der Kältezone. Die passende Lösung prüfen wir vor Ort.

Kann ich RUCKUS und Extreme Networks mischen?

Technisch funken beide nach denselben Standards, verwaltet werden sie aber über unterschiedliche Systeme. Gemischte Netze bedeuten zwei Oberflächen, zwei Regelwerke und abgestimmte Roaming-Einstellungen. Wir empfehlen meist einen Hersteller je Standort.

Wer betreibt das WLAN nach der Installation?

Das kann Ihre IT übernehmen oder wir als Dienstleistung, mit Überwachung, Updates und Störungsbehebung. Mehr dazu unter Managed Services. Sicherheitsupdates und Zugriffsregeln gehören dabei zum Pflichtprogramm, siehe Cybersecurity.

Unsicher, welches WLAN passt?

Wir planen mit Ihnen Ausleuchtung, Access Points und Verwaltung und begleiten auf Wunsch den Betrieb.