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Lagerhaltung: so effizient wie eine Schweizer Uhr

Kann die Lagerhaltung zum Erfolg beitragen? Für den Schweizer Elektronik-Hersteller Reichle & De Massari ist die Antwort auf diese Fragen ein unmissv-erständliches "Ja". Jede Komponente durchläuft den Wareneingangsprozess
des Herstellers, wird zusammengesetzt und zum Schluss für den Versand verpackt. Durch zwei Projekte des Schweizer Logistikexperten OPAL in Zusammenarbeit mit seinem Partner Intermec konnte der Hersteller seine Prozesse optimieren und
eine nie da gewesene Transparenz einführen.

Es gibt in Europa immer noch Hersteller von Spezialprodukten, die lukrative Nischen belegen. Reichle & De Massari (RDM) ist ein gutes Beispiel.
Das Schweizer Unternehmen hat sich auf die Entwicklung und Herstellung zukunftsorientierter Lösungen für passive Kabel in Kommunikationsnetzwerken spezialisiert. Das mittelständische Unternehmen ist ein Familienbetrieb mit über 500 Mitarbeitern und acht Niederlassungen in verschiedenen Ländern. Der Hauptsitz des Unternehmens befindet sich in Wetzikon, einer Kleinstadt in der Nähe von Zürich. Hier setzt die Firma Teile zusammen, die von ca. 150 Lieferanten hergestellt werden. Neben der Qualitätssicherung wird der Materialfluss zu den richtigen Produktlinien hauptsächlich über die Lagerhauslogistik sichergestellt.

RDM produziert in zwei Gebäuden: Der Materialfluss findet im Erdgeschoss statt und die Maschinen für die automatische Zusammensetzung und die Büroräume befinden sich in den oberen Etagen. Das Material kommt an den Laderampen an und wird dort angenommen. Beide Gebäude sind über ein drahtloses Netzwerk miteinander verbunden. Der Anbieter von ID-Lösungen und Etikettenhersteller OPAL, der ebenfalls in Wetzikon ansässig ist, übernahm 1999 die Beratung und Zusammenstellung der Geräteausrüstung und plante ein WLAN-Layout. Im Verlauf dieses Prozesses führte OPAL Messungen für die Ausleuchtung eines Funknetzwerks durch und konstruierte ein WLAN 802.11b mit einer Datenrate von 11 MBit/s. "Die hier verwendeten 18 Zugriffspunkte von Intermec sind mit Standard-Antennen ausgerüstet und optimal mit den Intermec-Geräten harmonisiert", erläutert Diamantis Markovitis, Account Manager bei Opal.

Der kritische Punkt waren die Schnittstelle und die Programmmodifikationen im ERP-System. Der ERP-Anbieter verfügte über keine interne Erfahrung im Bereich Barcode-Verarbeitung. Dieser Punkt musste also im Vorfeld vor allen anderen Aspekten sorgfältig ausgearbeitet werden. "Wir haben uns hier mit einer ganzen Reihe von Fachleuten zusammengesetzt", erklärt Stefan Kocher, Barcode-Projektmanager bei RDM. Aber das Problem wurde seither gelöst und die Unterstützung von allen Seiten ist gesichert.

Kürzere Strecken mit mobilen Rollfahrzeugen
Das neueste Logistikprojekt von RDM in Kollaboration mit OPAL betrifft die Warenannahme: Zwei mobile Rollfahrzeuge, jeder mit einem Handscanner und einem PF4i-Etikettendrucker von Intermec sowie einem Dokumentendrucker und IBM Notebook mit drahtloser Karte ausgerüstet, sollen die Strecken für die Lagerhausmitarbeiter verkürzen und alle für das Entladen erforderlichen Funktionen in einem Terminal bieten. Das Ziel ist, das Material schneller zu verpacken und gleichzeitig die Mitarbeiterproduktivität zu steigern. Alle Geräte werden mit Batterie betrieben und können daher überall im Gebäude und auch an der Laderampe eingesetzt werden. Die Netzwerkverbindung wird über ein Wireless LAN (WLAN)-Netzwerk von Intermec hergestellt.

RDM verwendet darüber hinaus die Technologie von Intermec für die Kompilierung der Pakete, die an den Kunden geliefert werden. Die Mitarbeiter verwenden sieben mobile DOS-Terminals des Typs 2415 und fünf Geräte de Typs 2435, um die bestellten Produkte aus den Lagerregalen zu nehmen und den Vorgang an das Lagerhausmanagement weiterzuleiten. Im Sommer 2002 startete RDM Testläufe und seit Januar 2003 sind die Geräte in vollem Betrieb.

Zufrieden mit Service und Produkten
Wie zufrieden ist Kocher mit seinem Partner OPAL und den Geräten von Intermec? "Es war eine außergewöhnlich reibungslose Zusammenarbeit und wir sind sehr zufrieden mit OPAL und den empfohlenen Intermec-Produkten", eröffnet der Lagerhausexperte. Alle erforderlichen Geräteteile sind jetzt im Lagerhaus und die Liefertermine wurden auf die Minute eingehalten.

Warum empfahl OPAL, als unabhängiger Lösungsanbieter die Handheld-Computer und anderen Geräte von Intermec? "Die Geräte von Intermec sind extrem robust, leistungsstark und verfügen über unempfindliche, gut lesbare Bildschirme - ideal für die vielen Einsatzbereiche bei RDM", kommentiert Markovitis bei OPAL.

OPAL Associates Holding AG, mit Firmensitz im schweizerischen Wetzikon und Niederlassungen in Deutschland, Österreich, Frankreich und der Schweiz, ist Anbieter von Komplettlösungen im Bereich automatische Datenerfassungssysteme und Premium Solution-Partner von Intermec. OPAL-Kunden erhalten ein umfangreiches Angebot an Diensten von einem einzigen Anbieter: Beratung, Design, Projektmanagement, Installation, Kommissionierung, kundenspezifische Wertungs- und Reparaturvereinbarungen.

Selbstständigere Mitarbeiter durch IT
Selbstständigere Mitarbeiter durch IT und mobile Handheld-Terminals - was hat das mit erfolgreichem Lagerhausmanagement zu tun? Kocher steht vor einem Tisch und erklärt den Hintergrund: "Jeder Mitarbeiter und jede Mitarbeiterin kann sofort sehen, wo er/sie in einem Monat einen Fehler gemacht hat und den Fehler korrigieren."

Das Unternehmen kann auch ersehen, in welchem Bereich etwas falsch gelaufen ist und diesen Fehler sofort korrigieren. Die Übersicht dokumentiert die Nutzung
der Kapazitäten im Lagerhaus und zeigt ggf. aufgetretene Fehler an.
Die höhere Transparenz führt zu Qualitätsverbesserung durch Rückverfolgbarkeit, optimiertem Einsatz der Mitarbeiter und höherem Durchsatz des Firmenmaterials. Darüber hinaus hat RDM einen leichten Rückgang beim Papierverbrauch bemerkt und eine wesentlich niedrigere Fehlerquote, wie z. B. bei der Anzahl der falschen Produkte oder teilweise falschen Auslieferungen an den Kunden.

Bietet diese neue Investition gleichermaßen wirtschaftliche Vorteile wie diese anderen Kriterien? Kocher lacht: "Der erste Teil unseres Testlaufs hat sich bereits nach nur neun Monaten bezahlt gemacht." Das hat die Schweizer angespornt, den Prozess fortzusetzen. Das existierende ERP-System soll ersetzt werden. Zusätzlich wird geprüft, ob die Schweizer intern die Verpackungen mit RFID-Transpondern (Radio Frequency Identification) ausrüsten sollten, um eine schnellere Übersicht über den aktuellen Warenbestand zu erhalten. "Das wäre schon etwas, meinen Sie nicht?" fügt Kocher lachend hinzu.

 

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