Berechnen der Total Cost of Ownership (TCO)
Auszug aus einem Artikel von Stuart Scott, Intermec Director
of Marketing & Business Development, EMEA.
Bei IT-Investitionen ist es leicht, den Anschaffungspreis der Hardware
und Lizenzgebühren zu berechnen.
Stützt man die Kaufentscheidung aber nur auf diese Faktoren, so spart
man oft am falschen Ort. Bei der Evaluierung eines Automatisierungsprojekts
für mobile Anwendungen empfiehlt es sich, die Total Cost of
Ownership (TCO) komplett zu analysieren. Nur so werden die versteckten
Kosten deutlich, die bei scheinbar preisgünstigen Systemen
der Consumer-Klasse entstehen.
Firmen, die sich für preisgünstige, nicht robuste mobile Computer
entscheiden, zahlen einen hohen Preis, was Reparaturen, Support
und verlorene Produktivität anbelangt. Wie das Marktforschungsunternehmen Venture Development Corporation (VDC) in einer Studie aus
dem Jahr 2004 feststellte, übertrifft der Mehraufwand schon nach
zwei Jahren jede Ersparnis bei der Anschaffung. Während der Lebensdauer nichtrobuster Computer entstehen dem Anwender durch Ausfallzeiten
in der Regel Kosten in vier- bis fünffacher Höhe des Anschaffungspreises.
Nach nur zwei Jahren sinkt also laut VDC die TCO eines robusten
mobilen Computers unter die eines Geräts der Consumer-Klasse
und macht die höheren Implementierungskosten wett. Die längere
Lebensdauer ist ein wichtiger Grund dafür. Innerhalb der ersten zwei Jahre
müssen bereits 35 % der Geräte der Consumer-Klasse ersetzt werden –
bei der Enterprise-Klasse sind es nur 2 %. Nach dem dritten Jahr steigt
der Anteil der ersetzten Consumer-Geräte auf 80 %, während
robuste Geräte in der Regel fünf Jahre lang zuverlässig funktionieren.
Nach der Studie von VDC kosten Ausfallzeiten während der Lebensdauer
eines nichtrobusten Geräts den Besitzer ein rund Vier- bis Fünffaches des Anschaffungspreises. Die Consumer-Geräte fielen in den zwölf Monaten
vor der Befragung fast doppelt so oft aus wie die Enterprise-Geräte.
Geräteausfälle haben vielfältige Auswirkungen im Hinblick auf Kosten,
Produktivität und Support. Diese muss man bei der Kaufentscheidung berücksichtigen, um die TCO niedrig zu halten.
Bei unzureichend abgedichteten Consumer-Geräten kann es unter extremen Temperaturbedingungen, bei Feuchtigkeit oder Staub zu Kondensation an elektronischen Systemen oder anderen Schäden im Geräteinneren kommen.
IP- und NEMA-Schutzklassen bescheinigen die Resistenz des Computers
gegen potenziell schädliche Bedingungen, wie Flüssigkeit, elektrostatische Entladung, Feuchtigkeit oder Staub, die die Leistung beeinträchtigen könnten. Eigensichere Modelle bieten einen zusätzlichen Schutz gegenüber
brennbaren oder explosiven Ablagerungen oder Gasen. Anhand der Fallprüfung wird das Verhalten des Computers nach versehentlichem Herabfallen
ermittelt.
Robuste Computer sind mit verschiedenen Tastatur- und Bildschirm-konfigurationen erhältlich, um den Anforderungen der mobilen Anwender
an die Eingabe und Anzeige der Daten gerecht zu werden und dem
hohen Anteil an Eingabewiederholungen – auf dem Bildschirm
(z. B. Unterschriften) und über die Tastatur (z. B. Enter-Taste) – Rechnung
zu tragen. Auch dies ist ein wesentlicher Unterschied gegenüber
dem PDA-Ansatz, wo eine Lösung für alle gut sein muss.
Ein weiterer Vorteil robuster Computer ist, dass sie unterschiedliche
Formen drahtloser Kommunikation ohne Wechsel der Wireless-Karte
ermöglichen. Einige mobile Computer, wie Intermecs Color 700,
unterstützen simultan Bluetooth, den WLAN-Standard 802.11b und drahtlose Weitverkehrsnetze (WWANs). So geht keine Zeit beim Austausch
der Funkkomponente verloren, und es entstehen keine Versorgungslücken,
weil sich die falsche Funkkomponente im Computer befindet.
Durch die Integration drahtloser Kommunikation in mobile Computer können Unternehmen außerdem auf separate Pager und Mobiltelefone verzichten.
Ganze Gerätekategorien, mit den zugehörigen Abonnementskosten,
werden so überflüssig. Ein Computer mit WLAN-Anbindung kann für VoIP-Sprachübertragung genutzt werden, während eine WWAN-Anbindung
Dienste wie Mobilfunk und Textnachrichten ermöglicht.
Computer und Anwendungen, die speziell für bestimmte Enterprise-Abläufe konzipiert sind, bringen gegenüber PDAs mit ihrer Desktop-Software
in verkleinerter Ausführung zahlreiche Vorteile: mehr Benutzerfreundlichkeit, geringerer Aufwand für Einarbeitung und Support sowie eine optimierte Geräteverwaltung. Beispielsweise lassen sich Anwendungen selektiv sperren, sodass mobile Mitarbeiter nur auf die Bildschirme und Funktionen zugreifen können, die sie für ihre Aufgaben benötigen. Dadurch werden Abstürze mit möglichem Datenverlust vermieden.
Die Kosten für Support und Sicherheit mobiler und drahtloser Geräte schießen
bei jeder Maßnahme in die Höhe: ob es sich nun um ein Software-Update,
eine Umkonfiguration des Geräts oder ein Upgrade der Firmware handelt. Personalkosten in der IT-Abteilung, Aufwand für Diagnose und Einarbeitung,
aber auch der Zeitverlust des Anwenders, wenn er das Gerät „eindockt“
oder in der IT-Abteilung abgibt, summieren sich zu erheblichen Produktivitätseinbußen. Möglicherweise bleibt der Anwender sogar ohne
Gerät, bis der IT-Administrator die nötigen Upgrades vorgenommen hat.
Noch teurer wird die herkömmliche Wartung direkt am Gerät, wenn das Unternehmen Geräte an mehreren Standorten, beispielsweise an Zweigstellen, zentral verwaltet. Eine spezielle Management-Software für mobile Geräte
schafft Abhilfe: Sie lässt IT-Mitarbeiter den Gerätebestand von einer zentralen Konsole aus verwalten, remote über das Unternehmens-WLAN, zu jeder
Tages- und Nachtzeit. So können die Geräte in Betrieb bleiben und müssen
nicht etwa bei Schichtende zur Wartung abgegeben werden.
Bei Neuinstallationen oder Upgrades entstehen keine Ausfallzeiten.
Außerdem können Manager mit einer solchen Software den Zustand
des gesamten Gerätebestands prüfen und spezielle Einstellungen für
zahlreiche gängige Mobilcomputermodelle und Betriebssysteme
implementieren.
Kurz gesagt: Eine Gerätemanagement-Software spart Arbeitskosten
und steigert die Produktivität, da die IT-Mitarbeiter nicht mehr teuer, zeitaufwändig und mühevoll direkt am Gerät arbeiten müssen. Dies führt zu einem
deutlichen Rückgang der TCO.
Die Avalanche™-Technologie von Wavelink, die in die Intermec-Geräte
integriert ist, bietet dem Kunden Zugriff auf alle unterschiedlichen Gerätetypen – etwa Barcodedrucker, drahtlose Zugangspunkte, Scanner und
Mobilcomputer – und lässt ihn remote deren Software und Konfiguration aktualisieren.
Weiterhin stattet Intermec seine drahtlosen Geräte mit dem Intermec Common Configuration Utility (ICCU) aus. Dieses einzigartige Dienstprogramm wird
über die Wavelink Avalanche-Konsole aufgerufen und an das Avalanche-Aktivierungsmodul, das in die Intermec-Geräte eingebettet ist, verteilt.
Es liefert Netzwerkadministratoren und Betriebsleitern eine übersichtliche Konsolenansicht sämtlicher Gerätekonfigurationen im Netzwerk.
Das benutzerfreundliche, GUI-basierte System reduziert deutlich die Ein-arbeitungszeit der IT-Mitarbeiter, sodass das Team schneller einsatzbereit
ist und produktiver arbeitet. Da die Software und Aktivierungsmodule
werkseitig auf den Intermec-Geräten geladen sind, muss der Kunde nur
eine Softwarelizenz erwerben, um die leistungsstarke Geräteverwaltung zu aktivieren. Das System ist auch für Kunden erhältlich, die bereits
ein Intermec-Produkt besitzen.
Dieser kurze Blick auf den weiteren Zusammenhang, eben die Total Cost
of Ownership, hat die Unterschiede zwischen robusten und Consumer-orientierten Mobilcomputern klar hervortreten lassen. Die geringeren Anschaffungskosten
eines nichtrobusten Geräts mögen zwar verlockend erscheinen.
Sobald man aber die langfristigen Eigentums- und Betriebskosten in Betracht
zieht, zeigt sich die klare Überlegenheit strapazierfähiger Geräte wie
der Color 700-Serie von Intermec.
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